iMAC 18,3 (Ventura)

Ich spiele gerne mit kleineren Herausforderungen herum. In diesem Fall sollte ein PC mit einem ASR-H170A-X1 Mainboard, i7-6700 (65W), 16GB DDR4 RAM, AMD Radeon HD 7850 (1GB), BT USB Stick von ASUS und ASUS WLAN Karte mit Ventura installiert werden. Damit Ventura überhaupt mit der alten HD 7850 zurecht kommt, muss der Opencore Lagacy Patcher installiert werden. Das Mainboard könnte zwar auch die Intel HD 530 CPU Grafik zu Verfügung stellen, was mit Windows überhaupt kein Problem ist, unter MacOS habe ich es aber nicht geschafft, den einzig auf dem Board zur Verfügung stehenden DVI Port zu einer Bildschirmausgabe zu bewegen, weswegen ich zur alten Radeon griff. Bis Monterey war es kein Problem die Grafikhardware zu verwenden. Nach einigem Aufwand lief dann aber alles einwandfrei, wie ich es mir gewünscht habe und am Ende sieht dann die Systemübersicht so aus.

Vorbereitung:

Idealerweise hat man sich auf dem PC, der als iMAC fungieren soll, ein weiteres Betriebssystem auf einer extra Disk installiert. In meinem Fall ist das Windows 11. Das hat den Vorteil, dass man es etwas einfacher hat verwendete Hardware besser zu identifizieren und auch zu prüfen, ob denn auch alles funktioniert. Von Windows aus lässt sich auch prima die config.plist von Opencore bearbeiten bzw. anpassen ohne die MacOS sowieso nicht starten könnte.

Es werden 2 USB Sticks benötigt. Ein kleinerer mit z.B. USB2 4GB für den Opencore Bootloader sowie ein größerer und schneller USB3 Stick mit der Ventura Installation. Da ich bereits diverse Mac’s zur Verfügung habe, konnte ich den Ventura setup Stick ganz einfach erstellen.

Damit das künftige MacOS auch ordentlich läuft, steht und fällt das Ganze mit der richtigen Opencore Config. Hier kann man viel Falsch machen, vor allem wenn man mit raten ohne zu verstehen versucht, die Konfiguration so anzupassen, dass es für die Hardware passt. Deswegen fängt man ganz einfach mit dem Grundsystem an und tastet sich sozusagen später Schritt für Schritt an spätere Anpassungen heran. Der Opencore USB Stick hat da enorme Vorteile, da eine EFI Partition nicht zwingend notwendig ist. Der Stick wird als nicht-GUID lediglich mit FAT32 formatiert und ein Ordner EFI wird angelegt, in dem dann Opencore abgelegt wird. Den Ordner EFI kann man dann sozusagen mit Revisionen klonen, sobald man eine Anpassung vorgenommen hat. EFI wird nach EFI.000, EFI.001 u.s.w. kopiert. Das wird so lange gemacht, bis am Ende eine ordentliche und funktionierende Opencore Konfiguration für das System zur Verfügung steht. Erst dann wird der EFI Ordner von USB Stick in die EFI Partition der mit MacOS installierten Disk übertragen. Läuft etwas schief und MacOS startet nicht mehr, kann dank mehrerer Revisionen einfach der EFI Ordner vom Stick gelöscht oder umbenannt werden und der letzte funktionierende EFI.xxx zurück nach EFI umbenannt werden.

In meinem speziellen Fall wusste ich, dass meine Hardware schon alt ist und ich mich mit einem iMAC18,3 zufireden geben will. Der native Support für meine Radeon HD 7850 endete mit Monterey. Ich wusste aber schon vorher, dass sich die Radeon mit MacOS 13 und dem OCLP betreiben lässt. Hier gibt es aber auch Hürden, die zu nehmen sind. SIP und AMFI müssen deaktiviert sein, ansonsten lässt sich später Ventura nicht mit dem Post-Install Root Patch verarzten.

Folgende nötige Einträge in der OC config habe ich übernommen, damit sich der Post-Install Root Patch später unter Ventura nachinstallieren lässt.

Etwas irritierend war, dass ich einen neuen USB Stick verwendet habe, um im OCLP Programm „Build and Install Opencore“ einen Extra Stick für Opencore zum booten erstellte. Zuvor kopierte ich aber noch meine config.plist sowie meine anderen nötigen Daten aus Kexts und Drivers. Jedenfalls konnte ich den „Post-Install Root Patch“ erst installieren, wenn ich erfolgreich SIP und AMFI deaktivieren konnte.

 

 

 

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