BMW G 650 X Country (2007)

Bilder der fertig gestellten G650X Country. Ca. 17€ mit SF13 kostet die Versicherung für 04-10 als Saisonkennzeichen.

Steckbrief:

EZ: 06/2007, offene Leistung mit 53PS; 19200km

etliche Punkte aus „Kritische Punkte an der G650X die überarbeitet werden sollten“ sind ausgeführt worden z.B.:

  • Krafstofffilterersetzt
  • Tachoplatine versiegelt
  • Kupplungsdeckel optimiert
  • K&N Filter + Iridium Kerzen
  • aktuelle Motorsteuerungs Sotfware wurde im Oktober 2022 eingespielt

darüber hinaus wurden die Gabel und das Federbein auf 2008er G650X Loncin (gelbe XCountry) Niveau umgebaut. Jetzt passeich mit meinen 172cm Körpergröße auch optimal auf’s Krad.

Die BMW hat hier und da vom Vorbesitzer verursachte kleine Schäden die zwar nicht besondern schön sind aber aus technischer Sicht das Motorrad nicht schlechter machen. Etliche Stunden Arbeit wurde investiert, um die G650X wieder in diesen ordentlichen Zustand zu versetzen. Vorerst wird die BMW nicht verkauft und behalten. Für so wenig € werde ich keine XCountry mehr in diesem Zustand bekommen. Ca. 2400€ hat mich alles inkl. der Anmeldung gekostet.

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Vorwort zum Bike:

Nachdem ich erst vor kurzem meine ehemalige 2009er XC an einen Freund verkauft habe, möchte man meinen ich sollte ja eigentlich genug von diesem Modell haben. Eigentlich….jetzt wurde aber in direkter Umgebung/Nähe eine reparaturbedürftige G650X in Schwarz mit Rotaxmotor angeboten, dazu noch recht günstig, die ich mehr oder minder kurzentschlossen anschaffte. Es gibt einiges zu tun und zu reparieren….mal was anderes als immer SRX’en zu richten. Ich werde mir Zeit lassen und alles in Ruhe machen.

Folgende Dinge sind zu erledigen:

  • der gebrochene Heckrahmen muss ersetzt oder geschweißt werden
  • Der Ständer sollte ordentlich für die Fahrzeughöhe angepasst werden
  • Das Heck baue ich nach „kurz“ um – etwa so
  • Die Sitzbank muss ordentlich bezogen werden
  • ich werde die Liste der Kritische Punkte an der G650X weitgehend abarbeiten

Vielleicht sollte ich der XC einen Namen geben…..hmmm mal überlegen….Melloe klingt eigentlich ganz nett…

Ein paar Bilder habe ich aber noch vor dem Zerlegen/Reparieren gemacht:

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die XC ist nun recht umfangreich zerlegt worden. Zur Lenkkopflagerwartung muss noch die Gabelbrücke weg, was ich aber später erledigen werde. Wichtiger ist mir das Heck wieder hinzubekommen. Heck-Rahmen schweißen oder ersetzen, Stoßdämpfer hinten kürzen, weil zu lang. Die Gabel ist 7cm kürzer als Original und mit dem Originalfederbein stimmt die Geometrie einfach nicht. Da die Gabel nicht zu verlängern geht, muss es hinten also mehr runter.

Federbein-Umbau von 333mm nach 318mm:

Wer versucht die untere Federbeinverschraubung ganz auszudrehen wird sich das Gewinde zu 100% ruinieren. Warum? Am Schraubenende wurde künstlich im Gewinde eine mech. Markierung eingestanzt, die normalerweise indizieren soll: nicht weiter ausdrehen. Wer das also dennoch tut, macht das Gewinde im Stoßdämpfer faktisch mehr oder weniger kaputt. Die ganze Aktion ist also eine Einbahnstraße und lässt sich nicht mehr revidieren. Das abgesägte Stück entspricht etwa 50% der gesamten Gewindelänge vom Bolzen. Damit das untere Auge zuverlässig hält, habe ich es zusätzlich eingeklebt und außerdem eine Edelstahl M5 Schraube als weitere Sicherung eingebracht.

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Ich habe die Gabel zerlegt, weil die so weich nicht bleiben soll und am besten mit strafferen progressiv gewickelten Federn auch wieder auch auf Originallänge zu bringen wäre. Nach dem Zerlegen ist klar: Verlängern wird nicht ohne neue Zugstange gehen, außer es gibt eine Art Adapterstange, die oben als Verlängerung mit aufgeschraubt werden könnte. Viel zu leisten hat die Stange eher nicht. Sie sorgt primär dafür, dass das Tauchrohr unten nicht herausfällt, wenn das Vorderrad in der Luft ist.

Der Heckrahmen ist gefixt und auch wieder montiert. Zuvor wurde aber noch die Schwinge schön sauber gemacht und die Lager neu gefettet. Der Einbau der Schwinge ist alles andere als trivial – sobald man den rechten Bolzen nur leicht beim Einführen verkantet, klemmt es. Nach etwas probieren und Schwinge schön gerade ausrichten ging es aber. Mit Gewalt sollte hier nicht herangegangen werden, der Schwingenbolzen muss sich soft einführen lassen. Das Federbein konnte, nachdem die Schwinge verbaut war, auch verbaut werden.

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Der Schalthebel war nicht weiter zu gebrauchen, weil vom Sturz die Befestigungslaschen vom einklappbaren Fussbetätiger abgebrochen waren. Ich wollte den nun nicht einfach entsorgen und habe mich für einen passablen workaround entschieden und mir aus 2,5mm Alublech einen passenden Adapter angefertigt, der mit 2x M4 V2A Schrauben am Hebel verschraubt wurde. Funktioniert wieder einwandfrei.

Am z.T. vermackten Kühler habe ich so gut als möglich die filigranen Lamellen zurechtgebogen. Mit der Kunststoffmaske wird man nachher kaum noch etwas vom Schaden sehen. Leider habe ich keine Kenntnis darüber, wie das einem der Vorbesitzer passieren konnte.

Gabelverlängerung:

da habe ich auch schon eine Lösung zu. Die 25 mm Kunststoff Vorspannhülsen werden ersetzt gegen 65mm lange Aluhülsen. Die sind 40mm dick mit einer 5mm Wandstärke. Ideal also um die 40.5 mm dicke Feder zu halten. Die Gewindestange wird ganz einfach verlängert in dem in der oberen Gabelverschraubung ein M8 Gewindebolzen eingesetzt wird der ca. 15mm herausschauen wird. Darauf wird eine sogenannte Langmutter bzw. Gewindehülse verschraubt. Hier kann dann die Stoßdämpferstange verschraubt werden. Mit diesem workaround gewinne ich ca. 30-40mm an Gabellänge zurück und gleichzeitig bekomme ich gewünschte etwas stärkere Federvorspannung.

Die Gabel hat nun 83cm ein Plus von 3cm (Original dürften es 87cm sein) und ist gleich zu Anfang etwas straffer, weil die Feder etwas mehr vorgespannt wird. Es sind am Ende nur +7mm Vorspannung (im Vergleich zu vorher), die merkt man aber recht deutlich, meine ich zu spüren, wenn ich einen Holm von Hand herunterdrücke. Ob ich da noch mal nachbessern muss, kann nur ein Fahrtest bestätigen.
Saublöd:  nur ein Federbein hat auch eine Zugstufe!  Das linke Federbein hüpft sozusagen einfach zurück, als ob gar kein Öl in der Gabel wäre…..soll wohl works as designed sein.

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Die Aluhülse mit 62mm ersetzt die 25mm Plastikhülse. Die Innenstange wird einfach mit einer 30mm V2A Gewindehülse verlängert. In der Gabelverschraubung steckt ebenfalls eine V2A Schraube die zuvor bis Anschlag fest eingeschraubt und danach so abgesägt wurde, dass ein 10mm Gewindestumpf stehen bleibt. Ursprünglich geht die Gewindestange 20mm in die Gabelverschraubung. Das Maß wollte ich so erhalten. Mit der 30mm Gewindebuchse passt das dann auch zu 100%.

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wie schon vermutet konnte ich ohne Kraftaufwand die Verschraubung herstellen. Mit einer schmalen Zange wird die Stange gehalten und die Verschraubung von Hand bis Anschlag eingedreht.

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….am Ende wird lediglich noch mit einem 13er + 19er die Verschraubung angezogen.

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Wichtig! der Aluring unter meiner Buchse muss richtig herum eingesetzt werden! Bei mir war der auf einer Seite verkehrt herum drin.

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Der ganze Umbau hat mich genau 16,58€ und etwa 4h Arbeit gekostet – ich kann echt zufrieden sein.

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nach einer kleineren Pause wurden weitere Arbeiten erledigt.

Neuer Benzinfilter Mahle KL-315 ->

Die Benzinpumpeneinheit bekam einen neuen KL 315 Filter. Der verbaute war noch von 2006 (lt. Aufdruck) und deutlich verdreckt. Bei zu starker Verschmutzung verstopft der Filter und im schlimmsten Fall überlastet die Pumpe und geht als Seiteneffekt kaputt. Außerdem kann die Förderleistung und der nötige Druck an der Einspritzdüse abnehmen. Der Umbau ist einfach und ich behaupte von jedermann ausführbar.

  • Förderschlauch von oben abnehmen. Dazu beide Kreuzschlitzschrauben entfernen und den Schlauch samt Aufsatz nach oben hin abziehen
  • Strom-Kabel von Pumpe abklemmen
  • mit einem Gummihammer und Dorn den Ring abschrauben (Rechtsgewinde)
  • nun kann die komplette Pumpeneinheit nach oben abgezogen werden.
  • Sollte der Dichtring mit herausgezogen werden, den am besten gleich wieder in die Tanköffnung einlegen.
  • Bügel, der den Filter hält, von Pumpeneinheit abschrauben.
  • Filter abziehen und O-Ring aus der Öffnung vom Filter zum Deckel in neuen Filter umsetzen
  • Schlauchklemme zum Filter mit kleinem Schraubendreher aufbiegen, sodass der Schlauch abgezogen werden kann.
  • neuen Filter mit Schlauch verbinden, wer kann verwendet die alte Schlauchklemme und biegt die wieder zu. Bügel nicht vergessen vorher mit einzusetzen.
  • Filter in Deckel einsetzen (O-Ring nicht vergessen!) und Bügel festschrauben
  • Kontrollieren ob alles gut sitzt und der Schlauch am Filter wirklich auch gut befestigt wurde
  • Filtereinheit wieder zurück in den Tank einsetzen. Aufpassen, dass die große Dichtung nicht eingeklemmt wird oder verrutscht und die Einheit richtig eingesetzt wird.
  • Verschraubring handfest aufdrehen. Dann mit Gummihammer und Dorn moderat fixieren. Am besten an verschiedenen Stellen vom Ring festklopfen.
  • Schlauch und Kabel an Pumpeneinheit anbringen – fertig.

Neue Zünd-Kerzen ->

Weil die Kerzen ganz offensichtlich noch die 1sten waren, gab es einen Satz neu. Gerne verwende ich Iridium-Kerzen. So auch hier. Leider kommen die neuen Kerzen immer ohne die nötige zusätzliche obere dickeren Kontaktverschraubung, die für den Kerzenstecker mit integrierter Zündspule nötig ist. Ich war bei 2 Autowerkstätten, ob die mir von alten Zündkerzen die Schraubadapter hätten. Ohne Erfolg, es lagen nur alte Zündkerzen mit festen unlösbaren dickeren Anschluss im Schrott. Nun gut, dann muss ich halt improvisieren. Die Kontakte der alten Zündkerze wurden herausgebrochen, unten bündig glatt gefeilt, 3,3mm aufgebohrt und mit M4 ein Gewinde eingeschnitten. Etwas aufwendig das Ganze, tut’s aber einwandfrei.

Lenkkopflager neu fetten ->

ganz klar! Wenn schon die Gabel raus ist und das Kombiinstrument abgedichtet werden soll und man dann auch gut die Gabelbrücken ausbauen kann, wird das auch gleich mitgemacht.

Der Ausbau ging nicht ganz einfach, da ich den Holm mit einem Gummihammer austreiben musste. Das obere Lager war sehr stramm und ließ sich nicht soft bewegen. In den Lagerschalen gibt es oben weniger als unten optische Abdrücke der Walzen vom Lager. Da ich aber keinerlei Feststellung von hakeliger Beweglichkeit oder gar, dass das Lager leicht einrasten würde. So wurden beide Lager lediglich ordentlich von altem Fett befreit und mit Toptool 2000 Wälzlagerfett neu versorgt. Alle M8 Schrauben wurden bei der Gelegenheit ebenso leicht gefettet. Es ist einfach unerträglich, wenn die Schraube beim Ein oder Ausdrehen im Gewinde quietscht. Das obere Lager ließ sich wieder einwandfrei soft einsetzen, nachdem ich das obere Ende vom Rohr mit ganz feinem Nassschleifpapier abgezogen hatte. Ich denke da war beim Ausbau lediglich eine feine Oxidschicht vorhanden, die entfernt werden musste.

Tacho/instrumenteneinheit versiegel ->

kommt in die eigentlich versiegelte und wasserdichte Instrumenteneinheit dennoch irgendwie Wasser hinein mag das die darin befindliche Elektronik überhaupt nicht. Noch weniger das LCD Display was dann mit fehlerhafter Anzeige einen womöglichen Wasserschaden sozusagen meldet. Bei manchen Einheiten ist es mit der wasserdichten Uhr. Sie lässt Wasser rein aber nicht mehr raus. Soll soll es natürlich nicht sein. Bei meiner Einheit war alles i.O. und damit es auch so bleibt habe ich es präventiv versiegelt. Am wichtigsten erschien mir dafür zu sorgen das erst gar keine Feutigkeit eindringen kann. Dann müsste auch die Platine nicht zusätzlich geschützt werden. M.E.n. kann nur Wasser/Feuchtigkeit eindringen wenn das Gehäuse irgendwo im Dichtungsbereich undicht ist. Evtl. noch eine nicht mehr ordentlich dichtende Scheibe der Anzeige.

Beide Dichtungen wurden satt mit Vasiline eingeschmiert.

Zuvor aber noch die Löt-Kontakte mit Platinenreiniger sauber gemacht sowie Display und Stecker abgeklebt:

Beidseitig versiegeln und trocknen lassen. Die Taster hielt ich für unnötig auch mit abzukleben:

wieder ordentlich fest zusammenschrauben. Ich habe auch die O-Ringe der Schrauben mit Vasiline satt geschmiert bzw. versiegelt.

fertig zum Wiedereinbau:

Heck und Hinterrad wiedereinbau ->

Der Heck mit den 3 Kunststoffteilen wieder einzubauen erforderte nochmal einen Blick in die Anleitung, da die richtige Vorgehensweise sich einem nicht intuitiv und automatisch sofort erschließt. Schließlich gelang es aber dann doch ganz gut. Außerdem wurden:

  • das Hinterrad eingebaut, zuvor alle Lager geprüft sowie alles ordentlich sauber gemacht.
  • Auspuff montiert
  • Soziusfussrasten montiert, Gelenke zuvor gefettet
  • die nicht mehr hell honigfarbenene Bremsflüssigkeit erneuert

Eine passende Kennzeichenbeleuchtung muss ich noch besorgen, die fehlt. Am liebsten wäre mir ich finde was passendes bei dem ich den vorhandenen und noch intakten Glühbirnensockel weiterverwenden könnte.

Ich erkenne bereits deutlich, dass die XC hinten tiefer ist als vorher. Das muss es ja auch, da der Federbein nun gut 15mm kürzer ist und der von der Länge her der 2009er Loncin XC entspricht

Kupplung – Optimierung ->

Die Originalkupplungsdeckel der Rotaxmotoren haben keine Hartmetallbuchse als Führung des Ausziehbolzens, der bei Betätigung die Kupplung trennt. Aus diesem Grund gab und gibt es immer noch das Problem, dass im Deckel die Buchse übermäßig verschleißt und der Bolzen keinen richtigen Halt mehr hat. Im schlimmsten Fall lassen sich dann die Gänge nicht mehr ordentlich schalten. Abhilfe hat BMW selbst nach zig Reklamationen geschaffen, indem im Loncin Modell ab 2008/2009 die Deckel innen eine Stahlbuchse aufweisen, die nicht mehr verschleißt. In meinem Fall stand sowieso ein Ölwechsel an und bei der Gelegenheit wollte ich natürlich wissen ob bei mir bereits Handlungsbedarf besteht oder im Idealfall der Deckel schon upgraded wurde. Auffällig leicht zu lösen waren die M6 Schrauben vom Deckel. Der Deckel ging nicht so leicht herunter. Mit einem passenden Kantholz gelang es aber dann gut. Nachdem der Deckel ab war, mussten noch die 6 Schrauben der Kupplung samt Federn raus, damit der Deckel und anschließend mithilfe einer Sprengringzange der Zahnbolzen entfernt werden kann. Nur so lässt sich auch prüfen, ob dieser bereits zu viel Spiel im Deckel hat oder nicht. Augenscheinlich hielt sich das Spiel bei mir nach in Grenzen. So wollte ich aber dennoch den Deckel nicht wieder montieren. Bei genauerer Betrachtung kann der Verschleiß eigentlich nur genau gegenüber der Zahnstange vom Kupplungsmechanismus stattfinden. Nur hier wird Druck in Kombination mit Reibung erzeugt, wenn die Kupplung betätigt wird. Ich behaupte: der Verschleiß findet kaum im Fahrbetrieb bei nicht betätigter Kupplung statt, sondern, nur wenn diese immer wieder betätigt/gezogen wird.

Ich mag workarounds. Am liebsten solche, die auch gut funktionieren. Ich hätte jetzt jemanden suchen könnten, der mir den Deckel bzw. die Buchse aufspindelt und dort eine Stahlbuchse einbringt. Ich habe mich entschieden mal was anderes zu probieren und denke, das wird auch gut dauerhaft funktionieren. Ziel ist es also m.E.n. den Reibungsverschleiß im Deckel gegenüber der Zahnstange zu minimieren. Zum Ausbessern von ausgeschlagenen Lagersitzen, lummeligen Fußbremshebeln oder Schaltgestängen verwende ich schon lange dünnwandigen Federstahl. Den gibt es in diversen Dicken. Ich habe 0,05 und 0,1mm da. Mit probieren stellte ich fest, dass ein 0,05mm Federstahlblech welches ca. 40% der Innenfläche der Buchse im Deckel abdeckt ideal passt und den Zugbolzen fast Spielfrei und leichtgängig bewegen lässt. Damit das Blech nicht im Betrieb verrutschen kann wurde es mit 2K Hochtemperatur Kleber fest eingeklebt. Der Bolzen reibt nun nicht mehr auf Aluminium bei Betätigung, sondern auf dem sehr widerstandsfähigen Federstahl. Das sollte doch so auch dauerhaft halten vorausgesetzt der Kleber hält, wovon ich mal ausgehen will.

Vobereitung:

Originalzustand. Ich denke etwas Verschleiß war bereits nach ca. 19tkm vorhanden. Der Zugbolzen hatte leichte Spiel in der Führung.

Hier mit eingeklebten 0,05mm Federstahlblech als Verschleißschutz.

Damit die Kupplung schön trennt und der Hebel nicht herumklappert (ein wenig Spiel muss sein) gab es eine passende Feder die beinahe unsichtbar verbaut den Hebel komplett zurückzieht.

Die Anpassung hat mich nichts gekostet. Ich bin mir recht sicher, das passt so auch ganz gut und steht der neuen Deckel oder Buchse nachfertigen Option technisch gesehen (zumindest vorerst) nicht nach.

Bei der Gelegenheit gab es auch gleich neues Öl inkl. Filtertausch.

Frontteile: Gabel, Vorderrad, Instrumenteneinheit Wiedereinbau ->

endlich steht die XC wieder einigermaßen gerade da. Vorne ca. 4cm höher als zuvor und hinten etwas tiefer. Denke das müssten auch so um die 4cm sein, nur halt in die andere Richtung. Diese Windschutzscheibe kam nicht wieder dran, somit konnten die Blinker an den ursprümglichen Platz montiert werden. Der korrekte Verlegen des Kabelbaums unterm Cockpit ist ewas mühsam, ging dann aber aber gut. Viel fehlt nun nicht mehr. Eine neue LED-Kennzeichenbeleuchtung ist bereits montiert, das Kabel muss aber noch umgelötet werden. An der Handbremspumpe muss der Bremslichtschalter auch noch ersetzt bzw. korrigiert werden. Alles aber nur noch Klenigkeiten.

 

fast fertig ->

eher Kleinigkeiten, wie LED Kennzeichbeleuchtung, Luftfilterkasten, Verkleidungsteile wurden wieder montiert. Außerdem erhielt der Seitenständer einen frischen Anstrich in schwarz. Bei nächster Gelegenheit bzw. wenn ich dazu Lust habe wird die Sitzbank noch neu bezogen. Evtl. lasse ich es vorerst auch mal wie es ist. Sobald die Pegaso Factory verkauft ist, melde ich die G650X an bzw. um.

Angemeldet zum im Strassenverkehr bewegen:

Seit ca. 1 Woche ist die XCountry nun mit einem Saisonkennzeichen angeldet und darf im öffentl. Verkehr bewegt werden. Ich war noch wegen einer Rückrufaktion beim BMW Händler, der dann aber doch nichts tauschen musste, weil alles OK war. Dafür, weil ich nun schon mal da war, würde die Motorsteuerungssoftware für knapp 45€ auf aktuellen Stand gebracht. Die lag wohl 4 rev. zurück.

Weil der Kupplungszug schon etwas weit herauszudrehen ist und die Kupplung auch beim langsam kommen lassen intervalmäßig trennt/greift habe ich noch neue Kupplungsbeläge für 46€ angeschafft. Das Kupplungskit inkl. Reibscheiben und Federn kostet bei BMW >250€….

Die XCountry lässt sich wunderbar spielend leicht fahren. Ein tolles Gefährt.

 

 

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