Koga E-Xlight

Ende Juli 2023 Schutzblech verlängert:

das Schutzblech hinten ist schön sportlich anzusehen, weil weit oben endend aber für Anhängerbetrieb im Regen völlig unpraktisch, weil Dreck und Nässe faktisch komplett in Richtung Anhänger geschleudert werden. Hier habe ich nachgebessert und das Schutzblech-Ende nach unten hin deutlich verlängert, um nach hinten vom Hinterrad kommender Dreck und Nässe erst gar nicht in Richtung Anhänger zu lassen. Wieder hat es sich gezeigt, dass es sich hin und wieder lohnt nicht gleich alles wegzuschmeissen. So konnte ein bereits gekürztes SKS Schutzblech mit vorhandenen Streben für die Anpassung verwendet werden. Für die Streben wurde kurzerhand die fehlenden M5 Geweindebohrungen an passender Stelle am Gepäckträger eingebracht. Ca. 20cm Schzutzblech konnten so als Verlängerung montiert werden. Zusätzlich gab es noch einen praktischen Gummispritzschutz, den ich noch in meinem Fahrradteilesammelsurium fand.

Zufällig bin ich dann auch noch über einen Trinkflaschenhalter in blauer passender Farbe gestolpert, der hervorragend zu den blauen Zierstreifen am Rahmendekor passt. Weil ich mit dem Sattel nicht ganz zufrieden war, gab es einen vorhandenen SQLAB Ergolux 602. Eine ausgiebige Probefahrt steht aber noch aus.

Juli 2023 Offline Navigation für’s Smartphone:

eines gleich vorweg: das Thema Offline Navigation für sehr lange (>100km) zu berechnende Strecken am Smartphone ist sehr viel komplexer, also ich anfangs dachte und hat mich doch einige Stunden an Zeit gekostet. Google maps ist m.E.n. nur eine sehr bedingt nutzbare Möglichkeit sich mit dem Rad von A->B navigieren zu lassen. Auch wenn man das Rad als Verkehrsmittel wählen kann, werden viel zu viele Auto-Strassen als Wege gelistet, was man als Radfahrer i.d.R. aber weitgehend meiden will.

Immerhin habe ich es aber erfolgreich schaffen können, 2 Apps – OsmAnd und Locus Map mit aktuellen Offline Karten von komplett Deutschland sowie brouter als Wegeberechnungs-Engine miteinander zu vereinen. OsmAnd funktioniert auch für Strecken bis etwa max. 100km ganz gut für die Streckenberechnung, versagt aber komplett bei sehr langen Berechnungen. Da funktioniert nur brouter ordentlich, der aber nur Wegstrecken berechnet, jedoch selber nicht navigieren kann. Alternativ kann man sich die Strecke auch online Internet (Browser) berechnen, als gpx Datei exportieren und später in OsmAnd importieren. Im Internet gibt es diverse verschiedene Hilfestellungen zur Einrichtung bzw. Handhabung, die ich nutzte.

Juli 2023 Energie für’s Smartphone:

mit Papier-Karte fährt ja heute keiner mehr herum. Sowieso für so eine Marathon-Tour wäre der Anhänger schon nur für den Atlas nötig. Mein P30 Smartphone soll navigieren. Alle möglichen Lösungen gibt es und es ist gar nicht so einfach, was Passendes zu finden. Der Forumslader ist nett, aber auch teuer, mit ewigen Lieferzeiten. Dann gibt es noch Lösungen von z.B. Busch und Müller und anderen Herstellern mit gleicher Technik. Alle verarbeiten die 3W vom Dynamo und wandeln Wechselspannung in Gleichspannung für’s Laden um. Problem bei allen: Ohne eine Powerbank zwischen Ladeelektrik und Verbraucher (Smartphone) ist die Funktion eher bescheiden. Daher habe ich mich gleich für ein All1One Gerät das „Lumi-Con Bike Harvester USB-P5C – USB-C“ entschieden. Kostet um die 150€ und hat zwei gesteckte LiIon mit je 3,5Ah verbaut. Die sind natürlich no-name und werden nie dauerhaft 3500mAh liefern können. Dafür könnte man diese aber ganz einfach gegen deutlich bessere Sony Konion V5 oder 6 o.ä. tauschen, sollte da je Bedarf sein bzw. die Kapazität stark nachlassen.

Die Box wurde zügig geliefert und konnte am WE montiert werden. Am Koga ist ein SON Nabendynamo mit SON Edellux und BUMM Rücklicht inkl. Bremslichtfunktion verbaut. Das Frontlicht lässt sich abschalten – das Rücklicht nicht. So habe ich mich entschlossen, die Verkabelung zur Lumi-Con-Box mittels eines Umschalters, welcher die Dynamospannung zum Licht bzw. Box umleiten kann. Die Lumi-Con ist zusätzlich noch mit Anderson Powerpols trennbar angeschlossen. Das ganze funktioniert einwandfrei so. Laden ist recht langsam aber auch ausreichend mit etwa 1% Energie-Zuwachs/2min am P30. Das passt auch etwa mit den Herstellerangaben.

Das P30 ist mit dem Schutzcover zu groß für die Lenkertasche, die ich noch in im Keller gefunden habe und so ist die Tasche nur für die Lumi-Con, was aber auch optimal ist, weil es hier kaum Erschütterungen für das Gerät beim Fahren gibt. Das P30 Pro ist zudem sowieso wasserdicht und das Ablesen vom Display unter der Folie wird bei Sonneneinstrahlung unmöglich. Zudem dürfte sich das Smartphone in der Tasche viel zu sehr aufwärmen.

Mit der Lumi-Con Box kann ich auch mein Akkurücklicht am Anhänger laden und weil ich besser auf Nr. Sicher gehen will, nehme ich ein fertig eingerichtetes Ersatz-Smartphone noch für längere Ausfahrten mit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juli 2023:

ich habe Urlaubspläne mal ganz anders. In diesem Jahr habe ich 3 Wochen Urlaub, solange am Stück, wie seit >35 Jahren nicht. Das 1ste Mal auch seit langer Zeit mal was alleine nur für mich. Plan ist es von Calw aus nach Berlin (genauer Strausberg) zu radeln. Das sind um die 800km. Der Hund……klar, der darf/muss mit. Damit es Platz für Gepäck gibt musste ein Anhänger her. Bei Kleinanzeigen gab es dann auch einen mit eingerissenen Kindersitz (der sowieso heraus musste) für nur 25€. Eine exakt passende leichte Plastikbox fand ich auch die rechts und links im Wagen auf dem Rahmen mittig über der Achse aufliegt. Der Boden ist nur so Zeltstoff und dem traue ich nicht recht. Ob der Hund im Wagen oder in der Box mit fährt, entscheidet sich noch bzw. kann ich immer umpacken.

Der schon etwas ältere „Chariot Carriers“ ist m.E.n. viel besser als Lastenanhänger geeignet als moderne Anhänger mit nur einseitiger Achsaufhängung. Hier ist ein sehr stabiler Rahmen rund um das Rad, was sich auch nicht mal irgendwo einklemmen könnte, sollte die Kurve mal zu eng genommen werden.

Weil der Koga Lenker samt Vorbau zu schwer un auch nicht ganz so bequem waren, wurden ein breiterer SQLAB Lenker, eine Steuerkopferhöhung sowei ein superleichter RITCHEY-Vorbau montiert. Mit dem Vorbau passt auch die Lenkertasche optimal.

Mai 2023:

und weil es für’s Dackelchen einfach zu warm wird in der Tasche, gab es eine Nachbesserung in Form einer Box, die hinten auf dem Gepäckträger einen guten Platz fand. Hier ist er viel besser aufgehoben. Das Gitter oben bleibt weg, dann kann er auch mal oben herausschauen.

 

Februar 2023:

das letzte Kind hat Fell und 4 Beine…..so auch bei mir. Wider Erwarten bin ich zu einem Dackel gekommen und weil der so kurze Füße hat und nicht immer laufen muss, darf er mitfahren.

 

Februar 2022:

Nach nur einer Woche und etlichen Stunden Arbeit ist mein neues Touren/Trekkingrad fertig und kann gefahren werden.

Es wiegt ganz genau 15,2kg und wäre noch deutlich schwerer, wenn der Rahmen und Gabel nicht so extrem leicht wären. Zusätzlich gewichtsbelastend sind vor allem: Nabendynamo, der schwere einstellbare Lenkervorbau, das Rahmenschloss, die hintere Felge mit fast 850g sowie die Vollstahlachse + Stahlhutmuttern, Cane Creek Thudbuster Federsattelstütze, ein stabiler Seitenständer sowie ein Kettenschutz. Das alles läppert sich am Ende ganz schön zusammen und macht das Rad schwerer. Andererseits ein so voll ausgestattes Bike unter 15kg gibt es eigentlich auch kaum. Sowieso habe ich gut 5kg „Übergewicht“ und muss nicht auf jedes Gramm achten.

Die originale Hinterradfelge war sozusagen durchgebremst und wurde gegen die aus dem Vorderrad (welches keine weitere Verwendung hat) ersetzt. Erst beim Umbau bemerkte ich, dass es sich dabei um eine sogenannte Schwerlastfelge mit deutlich größeren Schraubnippeln handelt. Die Nippel mussten in jedem Fall wieder verwendet werden und haben zum Glück mit den Hinterradspeichen (Gewinde) gepasst.

Das tolle Rad hat mich nun genau 250€ (Anschaffung + Ersatz/Verschleißteilen) gekostet. Technisch ist es im Grunde neuwertig. Optisch gibt es hier und da entsprechende Gebrauchsspuren, die mich aber nicht stören.

vorne:

anstatt des schweren Sensors habe ich einen Adapter aus Aluminium angefertigt, damit das Hinterrad ritzelseitig in der Ausfallenden halten kann. Dieser sollte die identische Materialstärke, eher einen zehntel schmaler, als der Rahmen haben. Sieht gut aus und hält.

 

zur Vorgeschichte……

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Unweit vom Wohnort wurde ein defektes Pedelec, das Koga X-Light, aus dem Jahr 2013 mit 54er Rahmen günstig angeboten, nachdem es gut 2 Jahre ungenutzt in der Garage abgestellt wurde. Es fehlten die Akkubox sowie das Bedien-Panel welches normalerweise noch mit am Lenker angeklemmt wird. So habe ich das Rad dann für lediglich 120€ anschaffen können.

Interessant ist das Rad wegen der guten XT Ausstattung und der insgesamt sehr leichten Bauweise. Der Rahmen ist triple hardended und triple-buttet, also besonders stabil und beständig aus smooth-welded Aluminium 7005 Die Gabel ist aus Carbon-Alloy gefertigt.

Bevor ich überhaupt weiter darüber nachdenken wollte, was genau mit diesem Bike passieren kann und wie ich es weiter nutzen würde habe ich es erst einmal komplett zerlegt um eine Bestandsaufnahme machen zu können.

Gut 2-3h Stunden hat dann doch die komplette Zerlegung in alle Einzelteile gedauert, da viele Kabel mit diversen Steckern auch versteckt im Rahmenrohr erst einmal lokalisiert werden mussten. Das Rad wurde offensichtlich gut und bei jedem Wetter auch im Winter genutzt und war ziemlich verdreckt und z.T. auch abgenutzt. Siehe z.B.: ->

Bremsbeläge, hintere Felge, Kette, die beiden großen 44 und 32er Kettenblätter müssen in jedem Fall ersetzt werden. Außerdem konnte der Hinterbauständer nicht mehr ordentlich halten, da eine der beiden Verschraubungen defekt war. Später stellte sich heraus, dass in einem Gewindeloch für die Ständerverschraubung im Rahmen ein abgebrochener Gewindebohrer steckte. Es war extrem mühsam diesen Rest auszubohren und kostete viel Geduld und einige abgebrochene Bohrer. Schließlich gelang mir aber die Entfernung des Übels und der Ständer kann wieder einwandfrei montiert werden.

Weitere Anschaffungen und todo’s:

  • Anbauteile wie Schaltungen, Bremsen, Kettenschutz, Schutzbleche müssen noch gund-gereinigt werden.
  • die vordere Felge ist beinahe tadellos und da ich das Vorderrad nicht mehr mit diesem Motor betreiben werde, wird diese Felge aus und in das Hinterrad mit verschlissener Felge umgespeicht.
  • Beim Hinterrad wird es etwas komplexer: der Pedelec-Tret-Sensor ist nicht wie sonst üblich am Tretlager sondern auf der Hinterradachse rechtsseitig verbaut. Ich nehme an der hat die Dreh-Bewegung des Ritzelpaket’s gemessen. Blöderweise ist dieser Sensor gleichzeitig auch eine Art mechanischer Adapter um das Rad in der Ausfallenden richtig zu positionieren. Ohne den Sensor würde das Hinterrad nicht gerade eingebaut werden können. Da muss ich mir noch etwas überlegen. Ich denke aber ein aus Alu selbst nach gefertigter Adapter sollte funktionieren um das Rad gut, gerade und stabil einbauen zu können.
  • Als Vorderrad wird ein vorhandenes 28″ mit neuer Ryde Sputnik Felge sowie SON Nabendynamo verbaut. Das stammt aus meinem idworx ER und hat ja ein motorisiertes Vorderrad.
  • Tretlager sind beide völlig hinüber – Ersatz habe ich aber da.
  • bei bike-components wurden fast 130€ für Verschleißteile ausgegeben und werden verbaut->
  • Als Frontlicht wird eine SON Edelux, auch noch vorhanden, verbaut. Als Rücklicht gibt es eine B+M Rückleuchte für’s Schutzblech.
  • Alle 4 Seilzüge von Schaltung und Bremse sind an den Enden aufgespleißt, unbrauchbar und müssen, wie die Bremsbeläge, ersetzt werden.

Am Ende wird es ein superleichtes, alltagstaugliches  Trekking-Rad in XT Ausstattung und SON Beleuchtung geben. Der Rahmen und die Gabel gaben mir bereits einen unbekannten Vorgeschmack, was Leichtigkeit angeht. Vergleichbar wäre das Rad dann etwa dem seinerzeit auch angebotenen Koga WorldTraveller29 für ~2000€. Ich bin etwas gespannt, was mein Neuaufbau am Ende wiegen wird. Ich hoffe deutlich unter 15kg.

Sollte das Bike je wieder als Pedelec fahren, dann nur mit einem Hinterrad Getriebemotor.